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Erscheint bei mikrotext, Berlin, im November 2026

"Dann eben Plan B" zeigt, wie die Kinder unter dem Damoklesschwert des Sowjetstaates Abenteuer suchen und finden, und wie sie die Regeln der Eltern und der Gesellschaft kreativ unterlaufen. Ein Buch, das unbekümmert wirkt und doch Linien bis in die heutige Zeit zieht.
Weitere Infos s. Verlagsseite
„Katia Tangian schenkt uns ihre Kindheit.
Welch ein Glück für die Leser.“
Andreas Pflüger
„Moskau der achtziger Jahre, sechster Stock: ein Kinderzimmerfenster, eine leere Moloko-Verpackung, eine Taube. Katia Tangian braucht nicht viel, um Geschichten von kindlicher Wildheit und spätsowjetischer Müdigkeit zu entwickeln – Datscha-Sommer im Schriftstellerdorf, ein Innenhof voller Tauben und schräger Gestalten, eine Freundin, die stundenlang unterm Bett versteckt wird. Bis aus dem zweiwöchigen Familienurlaub in Deutschland ein ganzes Leben wird und der Sommer ,in ein Danach und ein Davor‘ zerfällt. Komisch, melancholisch und mit Beobachtungsgenauigkeit festgehalten – eine Ära, von der am Ende nur noch ,Verben in Vergangenheitsformen‘ bleiben.“
Alexandru Bulucz
„Dass Menschen unter Zwölf eigentlich Geschwister sind, das vergisst man in den Jahrzehnten, die darauf folgen. Es sei denn, Katia Tangian nimmt uns mit.“
Elke Schmitter
Verlagsankündigung
Katia Tangians heiteres Prosadebüt schildert den Alltag in der UdSSR der 1980er-Jahre durch die Augen einer Zehnjährigen. Die Sommerferien verbringt sie mit der Familie in einem Schriftstellerdorf bei Moskau. Alle ihre Datscha-Nachbarn sind Schriftsteller, nur die Kinder nicht, denn zum Schreiben haben sie gar keine Zeit: Ständig muss jemand versteckt, verfolgt oder gerettet werden. In Moskau geht dann das wilde Treiben weiter, im Schnee, im Innenhof, in überhitzen Wohnungen.
Momenthaft dringt die Realität des Sowjetstaats in das Leben der Kinder ein: Ein im Krieg versehrter Autor schreibt mit amputierten Unterarmen Kinderbücher, der kleine Viktor will später Militärarzt werden, Ljoschka und Fedja spielen „Russen gegen Nazis“, man hangelt sich vom „Kleinen Oktobristen“ zum „Komsomolzen“ durch die Wirren der Schulzeit – und all das unter dem wachsamen Blick der allgegenwärtigen Milizionäre.
Weitere Infos sowie Buch-Vorbestellung auf der Seite des Verlags, s. Link
Lesungen
(werden fortlaufend aktualisiert; ausführliche Infos zu einzelnen Terminen unter Aktuell, s. hier)
06.11.2026: Buchpremiere: Kvartira 62, Berlin, 18.30 Uhr
17.11.2026: Alte Synagoge, Stadthagen, 19.30 Uhr
21.11.2026: Literaturhaus Hannover, BuchLust, 11.30 Uhr
26.11.2026: Stadtbibliothek, Garbsen, 19.30 Uhr
Textauszug

